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Großes Interesse fand die Informations- und Diskussionsveranstaltung am 24.06.08 mit der ehemaligen Bundestagsabgeordneten Ursula Lietz zum Thema „Frauen fördern Frauen- Mentorinnenprogramm” bei den zahlreichen führenden Vertreterinnen der CDU-Bezirksfrauen- Union aus den Kreisverbänden Aachen, Aachen-Land, Düren, Euskirchen und Heinsberg in der Festhalle-Oberbruch in Heinsberg.

Denn obwohl sich Frauen heute auf allen Ebenen in der Politik engagieren, sei es als Bundeskanzlerin, in den Parlamenten, in Regierungsämtern und in den Parteigremien, seien sie auch im Bezirksverband Aachen nicht in ausreichendem Maße vertreten, hatte die Bezirksvorsitzende der Frauen Union, Dr. Sabine Dirhold, eingangs festgestellt. Das satzungsgemäße Quorum von einem Drittel Frauenanteil werde selten erreicht und immer häufiger vernachlässigt, so Dirhold weiter.

Dabei sind Frauen genauso politisch wie Männer. Sie brauchen aber wohl offensichtlich einen spezifischen Zugang zum politischen Alltagsgeschehen.Genau hier setze das Mentorinnenprogramm an, erläuterte die Koordinatorin des Programms der Frauen Union der CDU, Ursula Lietz: Ziel sei es, politisch interessierte, motivierte und talentierte Frauen in ihrem politischen Werdegang nachhaltig zu unterstützen und voranzubringen. Das Programm richte sich daher an Frauen, die sich für die politische Arbeit interessieren, die in die politische Arbeit einsteigen und dort Verantwortung übernehmen wollen. Die Förderung sei bewusst altersunabhängig gehalten, so dass auch Frauen nach der Familienphase daran teilnehmen können. Jede Teilnehmerin erhält eine besondere Form der persönlichen Förderung, fachlichen Beratung und individuellen Betreuung durch eine ihr speziell zugeteilte erfahrene Politikerin (Mentorin). In diesen Zweier-Teams, den so genannten Tandems erarbeiten die Frauen über die gesamte Programmdauer von sechs Monaten Strategien zur persönlichen und fachlich politischen Qualifizierung. Dazu zählen Gespräche über Zielsetzungen und Wünsche, Erfahrungsaustausch über Möglichkeiten und Probleme bei der Vereinbarkeit von privaten, beruflichen und politischen Aktivitäten ebenso wie die Begleitung von ausgewählten politischen Aktivitäten der Mentorin, Einführung in die Gremienarbeit, Unterstützung bei der Entwicklung von konkreten Projekten sowie ergänzende weiterführende Fortbildungs- und Coaching-Veranstaltungen innerhalb des Programms.

Auch der Vorsitzende der CDU im Kreisverband Heinsberg, Bernd Krückel, MdL, begrüßte dieses Programm. „Es setzt dort an, wo es für Frauen in der Politik schwieriger ist.” Denn die Karriereentwicklung und die Zugänge von Frauen und Männern zur Politik unterscheiden sich, so Bernd Krückel. Bereits in der Jungen Union zeige sich, dass die dort aktiven jungen Frauen in der Zeit der Ausbildung, beruflichen Entwicklung und Familiengründung ihr politisches Engagement unterbrechen oder zumindest kürzer fahren, häufig im Gegensatz zu jungen Männern, die ihre Positionen und auch ihre Netzwerke in dieser Zeit weiter ausbauen. Gerade diese gewachsenen Netzwerke fehlten aber auch denjenigen Frauen, die erst in einer späteren Lebensphase politisch aktiv werden.

Das Mentorinnenprogramm, dass bereits in vielen Verbänden der Frauen Union, so auch im Kreisverband Euskirchen, gestartet und auf einem guten Weg ist, soll nach der Sommerpause auch in den Verbänden Aachen, Aachen Kreis, Düren und Heinsberg anlaufen.

im Bild von links nach rechts: Dr. Patricia Peill, Vorsitzende der FU Kreis Düren; Dr. Sabine Dirhold, Vorsitzende der FU Bezirk Aachen; Karin Mainka, Vorsitzende der FU Kreis Heinsberg; Dr. Ursula Lietz; Angela Klassman, stv. Vors. FU Bezirk Aachen; Bernd Krückel MdL, Vorsitzender CDU Kreis Heinsberg

 
 
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